Neuer Befähigungskurs für Hospizhelfer

Der Ambulante Hospizdienst der Aachener Caritasdienste Aachen Stadt bietet im Frühjahr 2018 wieder einen Befähigungskurs zum ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter an. Der Kurs umfasst 100 Stunden und findet im vierzehntägigen Rhythmus abends im Altenzentrum Papst-Johannes-Stift in Aachen Burtscheid statt. Für die Teilnahme sind keine speziellen Voraussetzungen erforderlich. In einem persönlichen Vorgespräch werden alle nötigen Informationen zu dieser Ausbildung gegeben sowie Unsicherheiten und Fragen besprochen. Interessenten melden sich bitte bei Annette Busch, Tel.: 0241/60839-226 oder per E-Mail: info@hospizdienst-acd.de

Dankeschön-Essen für Hospizdienst-Helfer

Über eine Einladung für ein gemeinsames Abendessen durften sich die Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes der ACD – Aachen Stadt freuen. Als Dank für ihre wertvolle und wichtige Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Bewohnern in ihrer Einrichtung hatten Peter Rode, Leiter des Altenheims St. Elisabeth, und Pflegedienstleiterin Doris Szeberenyi zu diesem Essen eingeladen.

Küchenleiter Achim Schaumann verwöhnte mit seinem Team die rund 25 Helferinnen und Helfer mit einem raffinierten Drei-Gänge-Menü, das bei allen großen Anklang fand. Überhaupt war die Freude über die Anerkennung ihrer Arbeit bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern groß. Peter Rode betonte in einer kleinen Ansprache jedoch, dass die Helferinnen und Helfer diese Wertschätzung mehr als verdient hätten. 

So war es ein sehr vergnüglicher Abend für die Mitarbeiter mit einem leckeren Essen und vielen guten Gesprächen.

Hospizdienst freut sich über neue Ehrenamtler

Der ambulante Hospizdienst der ACD – Aachen Stadt freut sich über neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 13 Teilnehmer haben vom Mai 2015 bis April 2016 einen Befähigungskurs absolviert, der insgesamt 100 Stunden umfasst hat.

In dem Kurs wurden die Teilnehmer auf ihre zukünftigen Aufgaben als Begleiter schwerkranker und sterbender Menschen stetig vorbereitet. Themen bei den Kursabenden waren u.a. Verlust, Abschied und Trauer aber auch Hoffnungsbilder und Kraftquellen wurden besprochen. Ein weiterer Aspekt war der Umgang mit den Angehörigen im Sterbeprozess.  

Die neuen Hospizmitarbeiter wurden nun in einer kleinen Feierstunde mit ihrem Zertifikat ausgezeichnet und sind z.T bereits im Einsatz. 

Zehn Jahre ambulanter Hospizdienst

Zuhören, begleiten, da sein - seit einem Jahrzehnt stehen für die Kollegen des ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste - Aachen Stadt die Bedürfnisse schwerkranker Menschen und deren Familien im Mittelpunkt.

Am vergangenen Freitag stand nun aber der ambulante Hospizdienst einmal selbst im Mittelpunkt, denn im Westend-Pavillon des Altenheims St. Elisabeth wurde das zehnjährige Bestehen des Dienstes gefeiert. Mit dabei war neben dem Geschäftsführer der Aachener Caritasdienste (ACD), Ralf Kaup, und der hauptamtlichen Koordinatorin des Dienstes, Annette Busch, auch die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages lobte ausdrücklich die Arbeit der Hospizdienstmitarbeiter. „In der Gesellschaft wird das Thema Tod immer noch tabuisiert und es ist Ihr Verdienst, dass diese Tabuisierung schwindet“, so Ulla Schmidt, die ebenfalls betonte, dass starkes Ehrenamt professionelle Strukturen brauche, um zu funktionieren.

Professionell geleitet wird der ambulante Hospizdienst seit seiner Entstehung von Annette Busch. Sie bedankte sich bei ihren Kollegen und Unterstützern und gab den zahlreichen Gästen in einer kurzen Ansprache einen Einblick in die Arbeit des Dienstes und berichtete, wie alles angefangen hat. Mit drei ehrenamtlichen Kollegen ist der Dienst damals gestartet, heute sind es 31 Ehrenamtler und der nächste Kurs mit 13 Teilnehmern steht kurz vor seinem Abschluss.

Begleitet wird dieser Befähigungskurs von Klinik- und Psychiatrieseelsorger Ulrich Roth, der in seiner Festrede erklärte, wie schwierig es ist, einem totkranken Menschen beizustehen und was diese Aufgabe für einen Helfer bedeutet. „Niemand stirbt gerne, keiner will sich für immer verabschieden“, so Ulrich Roth, der weiter erklärte, dass dieser „Sterbeschmerz“ aber gesehen und gehört werden will und dass Hospizhelfer an dieser Stelle gefragt sind, die das Herz des Kranken verstehen und immer wieder lernen, es neu zu verstehen.

Wie wertvoll hospizliche und palliative Arbeit für schwerkranke Menschen ist, stellte dann noch einmal Prof. Dr. Roman Rolke, Direktor der Klinik für Palliativmedizin am UK Aachen, in seiner Ansprache heraus und betonte, dass nicht jeder Mensch die Voraussetzung mitbringe in diesem Bereich tätig zu sein. Wer es sein möchte, brauche Haltung und die Fähigkeit, sich berühren zu lassen.

Dass sich durch die Arbeit der Hospizdiensthelfer und Mitarbeiter auf Palliativstationen in Krankenhäusern und Kliniken in den vergangenen Jahrzehnten vieles verändert hat, erklärte in seiner Ansprache Ralf Kaup. Und er betonte, dass auch die vielen Ehrenamtler des ambulanten Hospizdienstes der ACD ihren Teil dazu beigetragen hätten. Letztlich habe sich ebenfalls im politischen Bereich einiges getan, um diese wertvolle Arbeit zu unterstützen. „Doch in dem Bereich bleiben immer noch Probleme“, so Ralf Kaup, und diese Schwierigkeiten seien noch zu lösen, wenn in Zukunft schwerkranke Menschen und ihre Familien optimal versorgt werden sollen. 

Neuer Flyer und Kondolenzkarte

Die ambulanten Hospizdienste der ACD – Region Aachen und Aachen Stadt haben einen neuen Flyer und eine neue Kondolenzkarte. Beides wurde nun bei einer kleinen Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Besondere an dem Flyer und der Trauerkarte ist das Motiv, das die Karte und den Flyer ziert. Es handelt sich dabei um das Gemälde „Mein Ewiges“ der Künstlerin Dorothea Kempen. Ursprünglich hatte die 58-jährige Künstlerin das Bild für eine Exerzitienreihe, die sie regelmäßig gemeinsam mit ihrem Mann auf der Nordseeinsel Juist abhält, gemalt.

Das Bild "Mein Ewiges" von Dorothea Kempen (2. von links) ist das Motiv für die neuen Flyer und die Kondolenzkarte der ambulanten Hospizidienste der ACD. Sehr zur Freude von Annette Busch, Judith Anlauf, Stepanie Eßer, Brigitte Gerke und Ralf Kaup, Geschäftsführer der ACD.

Dass es einmal die Flyer und die Trauerkarten der beiden ambulanten Hospizdienste verschönern würde, damit hätte die gelernte Grafikerin vor einem halben Jahr noch nicht gerechnet, doch rückwirkend betrachtet hätte es gar nicht anders kommen können. Da sind sich die vier Koordinatorinnen der beiden ambulanten Hospizdienste sicher. „Wir brauchten für unsere Hospizdienste Aachen Stadt und Region Aachen neue Flyer, weil die alten schon ein wenig in die Jahre gekommen waren und wir ihn gerne neu gestalten wollten. Unabhängig davon wollten wir für die Dienste eine eigene Kondolenzkarte erstellen. Für beides haben wir passende Motive gesucht“, erklärt Stephanie Eßer vom ambulanten Hospizdienst der ACD - Region Aachen.

Das gestaltete sich aber recht schwierig besonders für den Flyer, wie ihre Kollegin Judith Anlauf berichtet: „Wir wollten, dass das Motiv etwas Individuelles wiederspiegelt. Jeder Mensch, den wir begleiten ist einzigartig, das sollte mit dem Motiv zum Ausdruck kommen.“ Ähnliches sollte auch für die Trauerkarte gelten, bewusst wollten die Koordinatorinnen auch auf bekannte Symbolik verzichten, damit sich niemand ausgegrenzt fühlt. „Unsere Dienste richten sich an alle Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Lebensstil oder Religion, darum wollten wir darauf verzichten“, erklärt Annette Busch vom ambulanten Hospizdienst Aachen Stadt. 

Klar war also, es sollte etwas Abstraktes sein, ein Bild, „das Raum für eigene Gedanken lässt“, sagt Annette Buschs Kollegin Brigitte Gerke.

Stephanie Eßer und Judith Anlauf kam dann schließlich der Gedanke, Dorothea Kempen anzusprechen, die nicht nur Malerin ist, sondern auch seit acht Jahren ehrenamtliche Hospizdienstmitarbeiterin.

Ab da ging es schnell. Neben vielen anderen schönen Motiven, die Stephanie Eßer und Judith Anlauf in Dorothea Kempens Atelier gesehen haben, fiel ihnen „Mein Ewiges“ gleich auf. Farbenfroh, lebendig, hoffnungsvoll und eben nicht bedrückend, düster und traurig sei das Bild und beiden sei klar gewesen, dass dieses Bild das richtige Motiv für die neue Trauerkarte sein könnte, sagt Judith Anlauf. „Darin konnten wir uns wiederfinden.“ Das war durchaus die Intention von Dorothea Kempen. „In jedem Menschen ist etwas Ewiges, etwas Göttliches, egal welchen Glauben ein Mensch hat. Für mich ist das tröstlich und hat auch ganz viel mit Hospizarbeit zu tun“, sagt die Künstlerin, von der zurzeit bis zum Weißen Sonntag im Kreuzgang der Benediktinerabtei in Kornelimünster eine Ausstellung zu sehen ist. 

Da die beiden Kolleginnen vom Hospizdienst Aachen Stadt diese Auffassung ebenfalls teilten, war für die Trauerkarte das Motiv endgültig gefunden.

Dass es zukünftig auch den neuen Flyer zieren könnte, daran haben die Koordinatorinnen zuerst noch nicht gedacht. „Das war ein Prozess, der sich langsam entwickelt hat“, bemerkt Annette Busch, irgendwann sei die Idee dazu da gewesen.

Mit dem Ergebnis sind alle sehr zufrieden. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass es so gekommen ist, ich finde es sehr schön, dass das Bild aus unseren eigenen Reihen kommt, das war am Anfang überhaupt nicht geplant, aber so etwas kann man vermutlich gar nicht planen“, sagt Annette Busch. Das Original, das Dorothea Kempen dem ambulanten Hospizdienst übrigens geschenkt hat, wird zukünftig im Büro von Stephanie Eßer und Judith Anlauf hängen.